Erfüllung des Kinderwunsches im Alter

Erfüllung des Kinderwunsches im Alter: Warum werdende Mütter immer älter werden

Der Kinderwunsch ist zwar bei vielen Paaren immer wieder vorhanden, doch erst einmal kommt die Karriere, der berufliche Erfolg und dann das Kind. So zumindest das Denken sehr vieler Menschen. Das hat zur Folge, dass immer mehr Frauen im Zeitalter der Emanzipation, wesentlich später Mutter werden, als wie noch vor zwanzig Jahren beispielsweise. Das Durchschnittsalter der werdenden Müttern kann besonders in Deutschland als stetig steigend beobachtet werden. Grundsätzlich liegt das Alter der Erstgebärenden in Deutschland oft bei 35 Jahren oder noch darüber.

Die Ausbildung, das Studium, die berufliche Absicherung. Diese drei Dinge stehen bei vielen Paare weit vor der Familienplanung und genau diese Dinge wurden noch vor wenigen Jahren nicht so sehr in den Vordergrund gerückt. Zwar hat es immer schon ältere schwangeren Frauen gegeben, doch die Beweggründe hierfür sind völlig verschieden gewesen. Größtenteils galt aus religiösen Gründen die Geburt als ein großes Geschenk Gottes anzusehen. Fehlende Verhütungsmethoden und oftmals auch spätes Heiratsalter führten zum verspäteten Mutterglück. Wenn karge Zeiten ins Land gingen, blieben beispielsweise viele Schwangerschaften aus und erst nach Kriegsende beispielsweise, wie etwa nach dem zweiten Weltkrieg, stiegen die Schwangerschaften auch im späten Alter stark an. Heute ist es die Selbstständigkeit und Unabhängigkeit vom Mann oder auch Ehemann der Frau, die dazu führt, dass sie bereit sein will für ihr Mutterglück und zwar vom Scheitel bis zur Sohle in finanzieller Unabhängigkeit.

Spätes Mutterglück als Trendsetter?

Man sollte meinen, dass es irgendwie äußerst in ist, wenn die Frauen heutzutage erst sehr spät ihrem Kinderwunsch nachgehen und selbst mit über 40 Jahren noch mehrfach Mutter werden wollen. Fast so scheint es, habe sich die Promiwelt nahezu dazu entschlossen, gleich solidarisch schwanger zu werden. So gibt es fast jeden Tag die Meldung über ein spätes Mutterglück unter Stars und Sternchen der Film- und TV-Branche. Dabei ist die Ursache, wenn man genau hinschaut, eher auch hier im Karrierefieber zu finden. Denn auch hier wird erst einmal ordentlich an der Karriereleiter gebastelt und gefeilt, ein Erfolg und Highlight nach dem anderen ausgiebig gefeiert, bevor sich der Kinderwunsch schließlich erfüllen soll. Und dann stellt sich hierbei immer wieder die Frage: Ist der Wunsch nach einem Kind denn in einem Alter ab 35 oder 40 aufwärts überhaupt tragbar und wenn ja, mit welchem Risiko ist die Schwangerschaft schließlich behaftet?

Schwangerschaft im AlterWelche Risiken kommen auf älter Frauen zu?

Grundsätzlich und aus medizinischer Sicht gesehen, ist eine werdende Mutter, und Erstgebärende, die das 35. Lebensalter erreicht hat, als Risikoschwangerschaft zu sehen. Ebenso eine Frau, die ihr zweites Kind im Alter von 40 und älter gebährt. So heißt es zumindest in den Mutterschafts-Richtlinien. Doch ist es wirklich für die Frau ein Risiko in diesem Alter ein Kind zu bekommen? Mit welchen Risiken muss sie schließlich rechnen?

Das Alter, so weiß man mittlerweile, hat zunächst nicht unmittelbar mit einer risikoreichen Schwangerschaft zu tun. Der Verlauf einer Schwangerschaft hat wissenschaftlich bewiesen nichts mit dem Alter der Gebärenden zu tun. Es gilt aber, dass Frauen in diesem Alter sich mehreren ganz spezifischen Untersuchungen bei den Vorsorgeuntersuchungen unterziehen müssen. Die Überwachung und regelmäßige Kontrollen von Werten und Befunden werden bei diesen Frauen immer etwas genauer unter die Lupe genommen. Was aber Wissenschaftler unisono bestätigen können ist die Tatsache, dass bei Frauen mit zunehmenden Alter die Möglichkeit genetisch bedingter Fehlbildungen bei Kindern steigt. Deshalb sind spezielle Untersuchungen in der Vorsorgephase während der Schwangerschaft ein wichtiges Instrument zur Aufklärung und Befunderhebung bei dem noch Ungeborenen. Hierbei ist das Down-Syndrom eines der am häufigsten vorkommenden Erkrankungen der Kinder. Doch die Wahrscheinlichkeit ein Kind mit Down-Syndrom zu gebären liegt bei einer Frau im Alter von 35 bei 3 von 1000 Kindern.

Auf die fruchtbaren Tage achten: Wann ist der beste Zeitpunkt?

Für die Schwangerschaft sind die fruchtbaren Tage der Frau ausschlaggebend für den Erfolg. Denn nur in dieser Zeit ist der weibliche Körper einer Frau überhaupt in der Lage schwanger werden zu können. Und dies hat nichts mit dem Alter einer Frau zu tun. Solange sie sich noch in der Phase eines intakten und regelmäßigen Zyklus befindet. 

Vorteile einer späten Schwangerschaft

Die Vorteile einer späten Schwangerschaft liegen in der Ruhe, Erfahrenheit und Sicherheit, die seitens der Eltern dem Kind gegenüber aufgebraucht werden. Denn besonders junge Mütter fühlen sich sehr schnell überfordert mit dem Kind und genau das Gegenteil ist bei Müttern oder Eltern der Fall, die etwas älter sind. Ältere Eltern ernähren sich meist gesünder und leben wesentlich bewusster. Auch das sind keine unwesentlichen Gründe und Vorteile einer späten Schwangerschaft.

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